Berichte der Trierer Medienwissenschaft

We’re going to crack the world open. WikiLeaks als neues Modell des (Online-) Journalismus?

Christian Lehberger,Katharina Grün

Zitieren als:

Lehberger, Christian/ Grün, Katharina (2012): We’re going to crack the world open. WikiLeaks als neues Modell des (Online-) Journalismus?. In: Berichte der Trierer Medienwissenschaft (1) 12.Online verfügbar: http://medienpub.uni-trier.de/fileadmin/paper/BTMeWi_1201.pdf [20.09.2017]. Download    PDF-Dokument anzeigen

Abstract (deutsch)

Im Jahr 2006 ging eine Website online, die nur Monate später die Welt bewegen und schließlich in zwei Lager spalten sollte: WikiLeaks. Die Whistleblower-Plattform macht es sich zur Aufgabe, durch „leaks“, also „Löcher“ im System erhaltene brisante Informationen und Quellenmaterial, das in seiner
Zugänglichkeit beschränkt ist, für die Öffentlichkeit verfügbar zu machen, um damit „Regierungen, Unternehmen und Institutionen“ (WikiLeaks 2010) zu einem moralischeren Verhalten zu zwingen. Besagte Informationen werden WikiLeaks von anonymen Informanten zugespielt. Durch die jüngsten Veröffentlichungen rund 250.000 geheimer diplomatischer Depeschen des amerikanischen Außenministeriums und seiner Botschaften im November 2010 ist die Website und mit ihr der Betreiber der Organisation, Julian Assange, zum wiederholten Male ins Kreuzfeuer geraten. Diese Studie soll das Phänomen WikiLeaks vor dem Hintergrund des „klassischen“ Journalismus eingehender betrachten, um herauszufinden, wie die diese Formaus medienwissenschaftlicher Sicht einzuordnen ist.